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WENDE|KINDER 2020

Erfahrungen zu den Zeiten der Wiedervereinigung


Ein theaterpädagogisches Kooperationsprojekt zwischen dem Kulturrevier Harz, der Grundschule Benneckenstein und der Grundschule Hohegeiß


Künstlerische Leitung: Janek Liebetruth

Pädagogische Leitung: Anna Schwindack

Mitarbeit: Jennifer Fulton


Teilnehmer*innen: Quint de Bruin, Nick Müller, Titus Salfeld, Moritz Hecht, Silvan Schlimper,

Conner Rogge, Jacob Albrecht, Joyce Studte, Arne Hönig, Haakon Hacker, Karl Nimmergut, Mila Tänzer


Zeitraum: Juli - Dezember 2020


UM WAS GEHT ES?

Anlässlich des 30. Jahrestags der deutschen Wiedervereinigung widmet sich das Kulturrevier Harz mit dem Festival THEATERNATUR 2020 unter dem Titel ENDSTATION:EINHEIT? den erheblichen Unterschieden zwischen Ost und West. Für den deutschen Staat war die Wiedervereinigung zeitgleich historischer Glücksfall wie große Herausforderung. Nicht nur hinsichtlich wirtschaftlicher Aufholprozesse in den neuen Bundesländern, auch Wahlergebnisse auf Landes- wie Bundesebene zeugen von den Unterschiedlichkeiten innerhalb des sozialen Gefüges, welche sich nicht im Zuge einer Generation verschmelzen lassen. Die Frage danach, welche Konsequenzen es - trotz verschiedenartigen Ausgangsvoraussetzungen - als Gesellschaft eines wiedervereinigten Deutschlands zu tragen gilt, umfasst auch 30 Jahre nach dem Mauerfall nicht nur Aspekte wirtschaftlicher oder globalpolitischer Natur, sondern fordert vorrangig auch eine Auseinandersetzung mit der eignen Geschichte. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es an der Zeit aufzuräumen, aufzuarbeiten und den letzten Schritt der Annäherung zu vollziehen, gerade in der heranwachsenden Generation. Deshalb soll das Projekt im Besonderen mit Kindern vor Ort, auf verschiedene Arten, zur individuellen Auseinandersetzungen mit der grenzgeprägten Vergangenheit anregen wie ermutigen. Ziel ist es, gemeinsam über- wie miteinander zu lachen, zu weinen, zu hinterfragen. Was bedeutet dieser Umstand für das „Heute“. Wo liegen die Unterschiede in Erinnerungen, Weltsichten, Hoffnungen und Befürchtungen? Und vor allem: Wo die Gemeinsamkeiten? 


PROZESS UND ABLAUF

In Phase 1 geht es an 5 Impuls-Tagen um gegenseitiges Kennenlernen, Aufbau von Vertrauen und spielerischem Etablieren einer Gruppe sowie Einführen in das Projektthema mit erstem Sammeln von Material. Anschließend werden an 3 intensiven Workshop-Tagen Methoden der Ästhetischen Forschung und der Materialgenese vorgestellt und im Stadtraum als auch mit Interviewpartnern erprobt. Das so entstandene Material wird Grundlage der weiteren Arbeit. 


Das Intensivangebot der Phase 2 umfasst die Vertiefung der Forschung. Zu Beginn der Phase 2 soll es eine 10-tägige Intensivphase in den Sommerferien geben, bei der die künstlerische Umsetzung des Zwischenstands auf der Waldbühne Benneckenstein im Mittelpunkt stehen wird. Im Anschluss soll über einen längeren Zeitraum bei regelmäßigen, kontinuierlichen Treffen im Kursangebot über 3 Monate die Inhalte und Themen vertieft und langsam spielerisch, kreativ umgesetzt werden. Die Teilnehmenden erfahren im kompletten Prozess eine intensive Vorbereitung und Begleitung durch die Bündnispartner. Sie haben dabei höchste Mitgestaltung in Wahl der angebotenen Methodik, Vertiefung der eigenen Recherche sowie Anwendung im alltäglichen Kontext. Durch die gezielte Begegnung mit anderen Kinder und Zeitzeugen wächst Vielfalt und Intensität der Ergebnisse. 

Dadurch werden spielerisch Sozialkompetenzen und Selbstbewusstsein der Kinder gefördert, Berührungsängste mit dem Thema abgebaut und regionale Identitäten gestärkt. Der Fokus des Projektes liegt dabei weniger auf einer Präsentation als auf dem Prozess. Die genauen Termine werden stets mit Ihnen und Ihren Kindern abgestimmt, um vielen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen.